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netconfig(4)

lpsystem(1M)                                                   lpsystem(1M)

NAME
     lpsystem - Remote-Systeme beim Druckdienst eintragen

SYNTAX
     lpsystem [-t type] [-T timeout] [-R retry] [-y "comment"] systemname
              [systemname ...]

     lpsystem -l [systemname ...]

     lpsystem -r systemname [systemname ...]

     lpsystem -A

BESCHREIBUNG
     Das Kommando lpsystem wird zur Definition von Parametern für den LP-
     Druckdienst benutzt, und zwar für die Kommunikation (über Hochge-
     schwindigkeits-Netzwerke wie etwa STARLAN oder TCP/IP) mit Remote-
     Systemen. Das Kommando lpsystem darf nur von einem Benutzer mit
     Systemverwalterzugriffsrecht (d. h. dem Eigentümer der Benutzerkennung
     root) ausgeführt werden.

     Das Kommando lpsystem dient vor allem zur Definition von Remote-
     Systemen, mit denen der lokale LP-Druckdienst Druckaufträge austau-
     schen kann. Diese Remote-Systeme werden für den lokalen LP-Druckdienst
     in Form mehrerer Parameter beschrieben, die die Kommunikation steuern:
     type (Typ), retry (Pause) und timeout (Wartezeit). Diese Parameter
     sind in der Datei /etc/lp/Systems definiert. Sie können diese Datei
     mit einem Texteditor (wie z. B. vi) editieren, dies ist jedoch nicht
     empfehlenswert.

     Der Parameter type bestimmt, welchem Typ das Remote-System angehört.
     Es sind zwei Typen möglich: s5 oder bsd. Standardwert ist s5.

     Der Parameter timeout gibt an, wieviele Minuten lang sich eine Net-
     zwerkverbindung im Leerlauf befinden darf. Befindet sich die Verbin-
     dung zu einem Remote-System N Minuten lang im Leerlauf (d. h. findet
     im Netz keine Datenübertragung statt), wird sie abgebrochen. (Steht
     erneut eine Datenübertragung an, wird die Verbindung wieder aufge-
     baut.) Hierfür sind die Werte n, 0 und N zulässig, wobei N eine Ganz-
     zahl größer als 0 ist. Der Wert n bedeutet "unbegrenzte Wartezeit"; 0
     bedeutet "Verbindung abbrechen, sobald sie keine Daten überträgt".
     Standardwert ist n.

     Der Parameter retry gibt an, wie lange nach einem außergewöhnlichen
     Verbindungsabbruch (d. h. einem Netzwerkfehler) gewartet werden muß,
     bis die Verbindung wieder aufgebaut werden kann. Hierfür sind die
     Werte n, 0 und N zulässig, wobei N eine Ganzzahl größer als 0 ist und
     bedeutet "N Minuten lang warten vor einem neuen Versuch, die Verbin-
     dung wieder herzustellen." (Standardwert ist 10 Minuten.) Der Wert n
     bedeutet "abgebrochene Verbindungen erst dann wiederherstellen, wenn
     neue Arbeit ansteht"; 0 bedeutet "Verbindung sofort wiederherstellen."




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lpsystem(1M)                                                   lpsystem(1M)

     Mit dem Argument comment können Sie einen frei gestalteten Kommentar
     mit dem Systemeintrag verbinden. Dieser Kommentar wird dann angezeigt,
     wenn das Kommando lpsystem -l verwendet wird.

     systemname ist der Name des Remote-Systems, von dem Sie Druckaufträge
     empfangen und an das Sie Druckaufträge senden wollen.

     Mit dem Kommando lpsystem -l [systemname] können Sie eine Beschrei-
     bung der mit dem Systemnamen systemname verknüpften Parameter abrufen
     (sofern ein System angegeben wurde). Ist kein systemname angegeben,
     wird dadurch eine Beschreibung der Parameter ausgegeben, die mit allen
     Systemen in seiner Datenbasis verknüpft sind.

     Das Kommando lpsystem -r systemname entfernt den mit dem systemname
     verbundenen Eintrag. Der Druckdienst nimmt dann keine weiteren Druck-
     aufträge von dem angegebenen System an bzw. sendet keine weiteren Auf-
     träge an dieses System, selbst wenn der Remote-Drucker immer noch auf
     dem lokalen System definiert ist.

     Das Kommando lpsystem -A druckt die TCP/IP-Adresse des lokalen Rech-
     ners aus, und zwar in dem Format, das bei der Konfiguration des loka-
     len Anschlußüberwachungsprogramms zur Annahme von Aufträgen aus einem
     BSD-System benutzt werden muß.

HINWEISE
     Diese Informationen sind im Hinblick auf /etc/lp/Systems und die
     Steuerung der Kommunikation im Netzwerk nicht sonderlich aussagekräf-
     tig. Netzwerkadressen und -dienste werden von den Einrichtungen
     Netconfig und Netdir verwaltet. Anschlußüberwachungsprogramme sind
     dafür zuständig, Aufträge von Remote-Diensten aufzunehmen und das Rou-
     ting für die Verbindung zum Druckdienst zu übernehmen

     Sind die Einrichtungen Netconfig und Netdir nicht richtig konfigu-
     riert, funktioniert wahrscheinlich der abgehende Remote-Druckdienst
     nicht. Und sind die lokalen Anschlußüberwachungsprogramme nicht dafür
     konfiguriert, Remote-Druckaufträge zum Druckdienst umzuleiten, wird
     der Dienst für Remote-Systeme nicht zur Verfügung gestellt.

     Für die Semantik der Werte von timeout und retry benutzt der Druck-
     dienst einen Prozeß für jedes Remote-System, mit dem er kommuniziert,
     und er kommuniziert mit einem Remote-System nur dann, wenn ein Auftrag
     für dieses System ansteht oder von diesem System geschickt werden
     soll.

     Das System, das die Verbindung aufbaut, wird als "Masterprozeß", das
     System, das die Verbindung eingeht, als "Slaveprozeß" bezeichnet.
     Diese Bezeichnung soll lediglich angeben, welcher Prozeß beendet wird
     (der Slaveprozeß), wenn eine Verbindung abgebrochen wird. Dies dient
     dazu, zu verhindern, daß mehrere Prozesse mit einem Remote-System kom-
     munizieren. Davon abgesehen sind alle Verbindungen Zweiwege-Verbindun-
     gen, unabhängig von der Bezeichnung als Master oder Slave. Sie können
     die Bezeichnungen Master/Slave für ein System nicht steuern. Daraus


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lpsystem(1M)                                                   lpsystem(1M)

     ergibt sich, daß bei einer Überschreitung der Wartezeit bei einem
     Master, sowohl der Master als auch der Slave beendet werden. Wird die
     Wartezeit bei einem Slave überschritten, kann es vorkommen, daß der
     Master weiterbesteht und versucht, die Verbindung nach der Wiederho-
     lungspause wieder aufzubauen. Daher kann die Strategie zur Verwaltung
     von Ressourcen in einem System die entsprechende Strategie in einem
     anderen System beeinflussen.

     Zu lpsystem -A: ein BSD-System kann (mit -t bsd beschrieben) nur über
     TCP/IP mit Ihrem System verbunden werden, und Druckaufträge von einem
     BSD-System können nur über den Spezialport (515) in Ihr System kommen.
     Die Adresse, die Ihnen von lpsystem angegeben wird, ist die Adresse
     Ihres Systems und Port 515. Ihr TCP/IP-Anschlußüberwachungsprogramm
     [siehe sacadm(1M) und nlsadmin(1M)] verwendet diese Adresse, um diese
     Adresse und diesen Port "abzuhören" und Verbindungen zum Druckdienst
     zu leiten. An dieser Stelle ist wichtig, daß Sie hier die Adresse
     erhalten, auf die in dieser Prozedur verwiesen wird.

     Das Kommando lpsystem -A funktioniert nicht, wenn Ihr Systemname und
     Ihre IP-Adresse nicht in /etc/inet/hosts und der Druckdienst nicht in
     /etc/inet/services aufgelistet sind.

DATEIEN
     /var/spool/lp/*

     /etc/lp/*

SIEHE AUCH
     netconfig(4).

























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