syslogd(1M) syslogd(1M)
NAME
syslogd - Systemmeldungen protokollieren
SYNTAX
syslogd [-d] [-f configfile] [-m interval] [-o] [-O path] [-P]
[-l SINIX-Y] [-h]
BESCHREIBUNG
syslogd liest Systemmeldungen und Meldungen von Applikationen [abge-
schickt über die Programmierschnittstelle syslog(3C)] vom STREAMS-
Multiplexer /dev/log.
Außerdem wird auch /dev/osm2 gelesen, falls syslogd mit der Option -o
aufgerufen wurde.
Die Meldungen, die von /dev/log gelesen werden, beinhalten eine Ken-
nung ("priority"), die Auskunft über die Wichtung ("level") und die
Herkunft ("facility") der Meldung gibt. Beide Werte werden beim
Abschicken der Meldung über die Programmierschnittstelle syslog(3C)
als Parameter vorgegeben. Die möglichen Werte sind in
/usr/include/sys/syslog.h [siehe syslog(5)] definiert (8 "levels" und
24 "facilities").
Die Priorität wird von syslogd benutzt, um zu entscheiden, an welche
Ziele die Meldungen weitergeleitet werden sollen. Die Meldungen (=
Meldungstexte) werden ohne die Priorität, aber mit von syslogd gene-
riertem und vorangestelltem Zeitstempel an die Ziele weitergereicht.
Hinweis: Da sich das Format der ausgegebenen Meldungen ändern kann,
ist es hier nicht näher beschrieben.
syslogd kennt als Ziele Pipes, Dateien, Benutzer, andere Hosts und
Logging V3.0 (= LOG3.0).
Die Anzahl der Ziele ist auf 20 begrenzt.
Pipes sollten nur benutzt werden, wenn man garantieren kann, daß auf
der Gegenseite stets gelesen wird, sonst kann dies das weitere Logging
blockieren.
Dateien und Pipes als Ziele werden nicht angelegt, sondern müssen exi-
stieren. Ziele, die nicht erreicht oder beschrieben werden können,
werden ignoriert. Meldungen können gleichzeitig an mehrere Ziele
geschickt werden (multiplexen).
Die Festlegung der Zuordnung von Meldungen mit bestimmter Priorität zu
bestimmten Zielen geschieht über die Konfigurationsdatei
/etc/syslog.conf [siehe syslog.conf(4)]. An die Syntax muß man sich
sehr genau halten. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, daß
Prioritäten ("selector") und zugeordnete Ziele ("action") durch minde-
stens einen Tabulator zu trennen sind.
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syslogd(1M) syslogd(1M)
Falls syslogd mit der Option -m interval aufgerufen wurde, generiert
der Dämon alle interval Minuten eine Zeitmeldungen (= Lebenszeichen)
mit dem Meldungstext "-- MARK --". Die Voreinstellung für die Zeitmel-
dung ist 0 Minuten (= "keine Zeitmeldung"). Die Zeitmeldungen können
ebenfalls mit Hilfe der Konfigurationsdatei an bestimmt Ziele weiter-
gereicht werden. Die Zeitmeldungen werden mit mark referiert.
Bei seinem Start sowie bei jedem Empfang eines HUP-Signals liest
syslogd die Konfigurationsdatei. Beim Empfang eines solchen Signals
schließt das Kommando all seine geöffneten Dateien, liest seine Konfi-
gurationsdatei erneut und öffnet dann nur die Protokolldateien, die in
dieser Datei aufgelistet sind. syslogd wird beim Empfang eines TERM-
Signals beendet.
Bei seinem Start erstellt syslogd die Datei /etc/syslog.pid (falls
möglich), die seine Prozeß-ID (PID) enthält.
OPTIONEN
-d Testhilfe aktivieren.
-f configfile
Eine alternative Konfigurationsdatei angeben.
-m interval
Ein Intervall, in Minuten, zwischen Zeitmeldungen angeben.
-o /dev/osm2 lesen und protokollieren.
-O path
Den Pfad des zu lesenden Gerät ändern (z. B. von der Voreinstel-
lung /dev/osm2 nach /dev/osm); nur wirksam, wenn -o ebenfalls
angegeben ist.
-P Gibt die Priorität im Klartext an die Ziele weiter (z. B.
user.info); ist eine gute Testhilfe.
-l SINIX-Y
(nur RM600) den Inhalt des NVRAM protokollieren. Sinnvoll, um
nach einem Panic-Fall und Restart die letzten Meldungen vor dem
Absturz zur Verfügung zu haben.
-h Anzeige der Syntax.
DATEIEN
/etc/syslog.conf
Konfigurationsdatei
/etc/syslog.pid
Prozeß-ID
/dev/log
STREAMS-Protokolltreiber
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syslogd(1M) syslogd(1M)
/dev/osm2
Gerätedatei
SIEHE AUCH
logger(1), syslog(3C), syslog.conf(4), syslog(5), log(7).
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