timed(4) timed(4)
NAME
timed - Vertrauenswürdige Rechner für den Dämon in.timed zur Zeitsyn-
chronisation
SYNTAX
/etc/inet/timed
BESCHREIBUNG
/etc/inet/timed enthält Einträge für Rechner, die vom lokalen Dämon
zur Zeitsynchronisation in.timed als vertrauenswürdig betrachtet wer-
den.
Hierdurch wird verhindert, daß der lokale Dämon timed
- als Slave (möglicherweise falsche) Zeitstempel von beliebigen
Masters akzeptiert und die lokale Zeit entsprechend einstellt;
- als Master (mit falscher Systemzeit) Zeitstempel von beliebigen
Slaves akzeptiert und aus diesen die Netzzeit berechnet.
Es sind drei Stufen der Vertrauenswürdigkeit definiert:
- Ein Rechner wird als Zeitsynchronisations-Master und -Slave akzep-
tiert.
- Ein Rechner wird nur als Zeitsynchronisations-Slave akzeptiert.
- Ein Rechner wird nicht von in.timed als Partner zur Zeitsynchroni-
sation akzeptiert.
Einträge in der Datei /etc/inet/timed haben folgendes Format:
rechnername schlüsselwort #kommentar
Als Schlüsselwörter können master oder slave verwendet werden. Sie
haben folgende Bedeutungen:
slave Der angegebene Rechner ist ein vertrauenswürdiger Slave.
master Der angegebene Rechner ist ein zulässiger Master oder Slave.
Einträge mit fehlenden Schlüsselwörtern werden als Einträge mit dem
Schlüsselwort master aufgefaßt. Einträge mit ungültigen Schlüsselwör-
tern werden ignoriert. Wenn mehrere Einträge für denselben Rechner
vorhanden sind, ist nur der erste Eintrag relevant.
Kommentare sind immer optional.
Der spezielle Rechner-Name * definiert die Rolle aller Rechner, die
nicht explizit aufgelistet sind.
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timed(4) timed(4)
Wenn die Datei /etc/inet/timed keine Einträge enthält oder nicht vor-
handen ist, werden alle Rechner als zulässige Master oder Slaves ange-
sehen.
Beispiel:
saturn master # first master server
orion master # second master server
* slave # all other are trusted slaves
Ist der lokale Dämon in.timed ein Slave, steuern Einträge in der Datei
/etc/inet/timed das Verhalten von in.timed(1M) folgendermaßen:
- Wenn in.timed beim Start feststellt, daß ein unzulässiger Master
bereits in dem Netz existiert, beendet sich der Dämon.
- Wenn in.timed den Start eines unzulässigen Masters feststellt, wird
der Dämon mit diesem Master nicht kommunizieren.
- Wenn ein neuer Master ausgewählt wird, lehnt in.timed alle unzuläs-
sigen Master ab.
Wenn der lokale Dämon in.timed mit dem Flag -M (d. h. als potentieller
Master) gestartet wird und der lokale Rechner ein nicht unzulässiger
Master ist, wird der Dämon die Master-Rolle nicht beanspruchen.
Wenn der lokale Dämon in.timed ein Master ist, wird er zur Berechnung
der Netzzeit nur Zeitstempel vertrauenswürdiger Slaves berücksichtigen.
SIEHE AUCH
timed(1M).
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