Museum

Home

Lab Overview

Retrotechnology Articles

⇒ Online Manual

Media Vault

Software Library

Restoration Projects

Artifacts Sought

Related Articles

ksh(1)

sh(1)

syslogd(1M)

osm.conf(4)

console(7)

osm(7)

initlog(1M)                                                     initlog(1M)

NAME
     initlog - Protokollierung der Konsol-Ausgaben

SYNTAX
     /sbin/initlog shellscript

BESCHREIBUNG
     Das Programm initlog protokolliert die Ausgabe eines beliebigen Shell-
     skripts. Es wurde speziell zur Protokollierung aller Konsol-Ausgaben
     zur Zeit des Startup/Shutdown geschaffen. Hierzu wird mittels Pseudo-
     Terminals die Ausgabe des angegebenen Shellskriptes dupliziert und
     gegebenenfalls nach /dev/osm [vgl. osm(7)] gelenkt.

     Nach Ablauf des Shellskripts wird initlog beendet. Es sei denn, es
     werden vom Shellskript Dämon-Prozesse ohne Ausgabeumlenkung im Hinter-
     grund gestartet. In diesem Fall wird der Standardausgabeprozeß von
     initlog erst beendet, wenn kein Prozeß den Standardausgabekanal mehr
     geöffnet hat.

     Die Ausgabe wird zur Protokollierung zeilenweise dem Treiber /dev/osm
     übergeben. Standardmäßig erhält jeder Protokolleintrag einen Zeitstem-
     pel und eine Signatur (Name des Shellskriptes).

ARGUMENTE
     shellscript
          Ist ein beliebiges, vom Benutzer angelegtes ausführbares Shell-
          skript, dem seinerseits Optionen und Argumente mitgegeben werden
          können.

   Die Datei /etc/default/initlog

     Die Parameterisierung von initlog wird über die Datei
     /etc/default/initlog gesteuert. Die Parameter in dieser Datei haben
     folgenden Aufbau:

          Format 1:   VARIABLE=Wert

          Format 2:   shellscriptVARIABLE=Wert

     Einstellungen im Format 1 wirken global. Dagegen wirken Einstellungen
     im Format 2 nur für das angegebene Shellskript, haben aber höhere
     Priorität gegenüber globalen Einstellungen.

     Mögliche Angaben für VARIABLE sind:

     SHELL       Angabe der gewünschten Shell. Ist keine Shell angegeben,
                 dann wird als Voreinstellung /sbin/sh eingetragen.

     TIMESTAMP   Ausgabe eines Zeitstempels vor jede protokollierte Zeile.
                 Mögliche Werte:





Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

initlog(1M)                                                     initlog(1M)

                 0  kein Zeitstempel

                 1  mit Zeitstempel (Voreinstellung)

     LABEL       Angabe einer Signatur in der Protokollzeile. Als Vorein-
                 stellung wird der Name des Shellskriptes genommen. Zur
                 Unterdrückung der Signatur wird hinter dem Schlüsselwort
                 keine Angabe gemacht.

     LOGFILE     Angabe einer alternativen Protokolldatei. Voreinstellung
                 ist der Treiber /dev/osm.

     Die Protokollierung wird abgeschaltet, sobald vom Skript ein Steuer-
     zeichen (ESC-Sequenz) ausgegeben wird (z. B. mittels vi oder sysadm).

     Die Protokollierung kann auch explizit ein- bzw. ausgeschaltet werden.
     Hierzu sind von dem Shellskript die folgenden Schlüsselbegriffe inklu-
     sive Zeilenumbruch (\n) auszugeben:

          InItLoG OfF    Protokollierung aus

          InItLoG On     Protokollierung ein

     Die übergebenen Parameter werden an das Shellskript weitergegeben.

     Die Protokolleinträge in /dev/osm werden vom Systemlogging übernommen.

BEISPIELE
     In der Datei /etc/default/initlog ist folgende Variable gesetzt:

          tshSHELL=/sbin/ksh

     Das benutzereigene Skript tsh hat folgenden Inhalt:

          #!/sbin/sh

          echo Hello World

     Nach Ausführung von tsh wird am Bildschirm folgendes ausgegeben:

          Hello World

     In diesem Fall erfolgt keine Protokollierung.

     Enthält das benutzereigene Skript tsh dagegen folgende erste Zeile:

          #!/sbin/initlog

          echo Hello World

     wird nach Ausführung von tsh wird am Bildschirm gleichfalls ausgege-
     ben:


Seite 2                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

initlog(1M)                                                     initlog(1M)

          Hello World

     Zusätzlich erfolgt aber eine Protokollierung in der Datei
     /var/adm/log/osm [vgl. osm.conf(4)]. Mit dem Kommando

          tail -1 /var/adm/log/osm

     wird dann z. B. folgendes gemeldet:

          Jun 27 11:43:48 tsh Hello World

     Der Protokollzeile vorangestellt sind der Zeitstempel (= Voreinstel-
     lung) und die Signatur (Voreinstellung: Name des Shellskripts).

HINWEISE
     Das Kommando initlog wird zur Protokollierung der Ausgaben während der
     Systemintialisierung benutzt.

     Die Datei /etc/default/initlog ist optional und standardmäßig nicht
     vorhanden.

     Die Ausgabe des von initlog ausgeführten Shellskript und dessen
     Subskripte/Programme sollte nur nach Standardeingabe, Standardausgabe
     und Standardfehler (stdin, stdout, stderr) erfolgen.

WARNUNG
     Es dürfen auf keinen Fall unterschiedliche Eingabewege desselben Ein-
     gabegeräts (z. B. /dev/console und stdin) verwandt werden. In diesem
     Fall würde der Eingabestrom willkürlich auf beide Wege verteilt wer-
     den.

DATEIEN
     /etc/default/initlog

     /dev/osm

     /var/adm/log/osm

     /sbin/sh

SIEHE AUCH
     ksh(1), sh(1), syslogd(1M), osm.conf(4), console(7), osm(7).












Seite 3                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

Typewritten Software • bear@typewritten.org • Edmonds, WA 98026