log3struct(4) log3struct(4)
NAME
log3struct - Logging-Beschreibungsdatei
SYNTAX
$LOGPATH/log3struct
BESCHREIBUNG
In der Beschreibungsdatei log3struct definiert der Systemverwalter die
Layout-Beschreibungen der Logdaten, die das Kommando log3display(1M)
für die Darstellung dieser Daten benötigt. Dabei ordnet er den Nummern
der Beschreibungen, die auch als Strukturkennungen bezeichnet werden,
unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten zu, die log3display(1M) für
die Aufbereitung der Applikationsdaten interpretiert.
Der Wert der Strukturkennung wird als Parameter der Funktion
log3write(5) von der Applikation an den Logserver übergeben.
Die Beschreibungsdatei befindet sich in dem durch $ADMPATH definierten
Verzeichnis. Wenn $ADMPATH in der Umgebung (Environment) nicht vorge-
geben ist, wird es durch den Wert von $LOGPATH ersetzt.
Die Datei log3struct ist eine ASCII-Textdatei, die entweder direkt mit
einem Editor oder über das Menü bearbeitet werden kann.
Das Kommando log3display(1M) interpretiert nicht unmittelbar die Text-
datei log3struct, sondern erwartet eine Binärdatei log3struct.obj, die
es in seine Datenstrukturen einlesen und verarbeiten kann.
Diese Datei log3struct.obj wird mit Hilfe des Kommandos log3str
erstellt, das nach jeder Änderung der Datei log3struct über das
Menü automatisch aufgerufen wird. Nach einer direkten Änderung der
Beschreibungsdatei mit Hilfe eines Editors muß das Kommando log3str
aus der Shell-Ebene heraus aufgerufen werden.
Das Kommando log3str führt einen Syntaxtest durch und erstellt - bei
Fehlerfreiheit - die Binärdatei log3struct.obj.
Die Anzeige der meisten Felder kann über Optionen unterdrückt oder
erzwungen werden. Für die Logdatenblöcke benutzt - falls eine
Struktur-ID vorhanden ist - das Kommando log3display(1M) eine Layout-
Beschreibung, z. B. um die einzelnen Blöcke mit einem sinnvollen Füh-
rungstext zu versehen.
Für Logdatenblöcke mit der Strukturkennung 0 wird keine Layout-
Beschreibung benötigt, deshalb muß diese auch nicht eingetragen wer-
den.
Falls keine passende Layout-Beschreibung für die Strukturkennung
(STRUCT-Anweisung) existiert, wird jeder Logdatenblock auf einer neuen
Zeile (ohne Führungstext) angezeigt.
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log3struct(4) log3struct(4)
Syntax der Datei log3struct
Jede Beschreibung beginnt mit folgendem Kennwort:
#STRUCT nummer ; (nummer = 1 ... 65534)
und endet bei dem ersten #-Zeichen, das nicht in einem Kommentarfeld
steht.
Als Kommentar gelten alle Zeichen hinter einem Semikolon (;) bis zum
Zeilenende sowie alle Zeilen nach dem Erkennen eines #-Zeichens bis
zur nächsten #STRUCT-Anweisung. Leere Zeilen und reine Kommentarzeilen
sind überall erlaubt.
Hinter der #STRUCT-Anweisung steht eine Zahl zwischen 1 und 65534,
stellvertretend für die Strukturkennung aus dem Logdaten-Header.
Auf den folgenden Zeilen wird für jeden Datenblock ein String angege-
ben, der in Hochkommata "..." eingeschlossen wird und auch Sonderzei-
chen wie z. B. \n, \r, \t, \b, \000 bis \377 enthalten darf.
Falls mehr Strings angegeben werden als die Loginformation Logdaten-
blöcke hat, werden die übrigen Strings an das Ende der Auswertung
angehängt. Im umgekehrten Fall werden die restlichen Datenblöcke so
angezeigt, als ob keine Layout-Beschreibung existiert hätte.
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log3struct(4) log3struct(4)
Beispiel einer Beschreibungsdatei
; #STRUCT 172 EXAMPLE
; "\nText1 "
; "~HEXDUMP:\n" ; Tilde (~) an der 1. Position eines Strings für ein
; ; HEXDUMP bewirkt, daß die Anzeige ähnl. wie UNIX Befehl
; ; 'od' gestaltet wird. '~' wird nicht angezeigt!
; "" ; Hier soll vor dem Datenfeld nichts ausgegeben werden.
; "\nText2 "
#STRUCT 65534 ; syslogd
"\n"
"\nSYSTEM:"
" DATE:"
;------------ T-LOG 2.0 Strukturbeschreibungen --------------
#STRUCT 3 ; T-LOG 2.0
"\n"
#STRUCT 4 ; T-LOG 2.0
"\nTyp: "
"\nPGM: "
"\nLine no.: "
"\nFehlernr: "
"\nUNIX errno: "
"\nText: "
#STRUCT 13 ; T-LOG 2.0
"\ntest device: "
"\nerror number: "
"\nfile: "
"\nrelease: "
"\nline: "
"~otmess" ; ~<Name der Message-Datei> - MCS
SIEHE AUCH
log3display(1M), syslogd(1M), log3admin(4), log3(5).
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